Scherenschnitt

Vor den Feiertagen wird ja viel gebastelt und gewerkelt. Wer etwas Unterstützung braucht, für den habe ich hier einen Scherenschnitt vorbereitet. Einfach Farbe je nach Gemütslage aussuchen, ausschneiden und loslegen.

Scherenschnitt

Merkwürdigerweise, oder vielleicht unterbewusst auch durchaus nachvollziehbar, ist mir beim Schreiben des obigen Absatzes immer wieder der gleiche Fehler passiert. Jedes Mal, wenn ich das Wort “Schere” geschrieben habe, habe ich zunächst “Schwere” geschrieben. Liegt das jetzt daran, dass mir dieses Wort leichter von den Fingern geht, da ich in den von mir verfassten Texten sehr viel häufiger das Wort “Schwere” im Vergleich zu “Schere” verwende? Auch das könnte wieder verschiedene Ursachen haben. Zum einen beschäftige ich mich entweder sachlich mit Dingen wie der “Schwerkraft” oder “schwer löslichen Stoffen”, zum andern könnte es aber auch von Texten über meine emotionale Verfassung herrühren, die möglichweise unbemerkt von mir mit Formulierungen wie “es schwer haben”, “schweren Unglücken” oder allgemeinem, auch durchaus wetterinduziertem “Schwermut” gespickt sind.

Auf der anderen Seite kann mir auch schon beim Schreiben unterbewusst die Schwierigkeit bewusst geworden sein, dass, um meine Anleitung zur Ausschneidunterstützung von oben in Anspruch nehmen zu können, bereits die Möglichkeit des Ausschneidens generell bestehen muss. Hierin wiederum lassen sich auch Parallelen zu gesellschaftlichen Phänomenen ziehen, nach denen es vor allem denen vorbehalten ist eine zweite Schere zu ergattern die bereits eine erste Schere besitzen. Mit einer doppelten Anzahl an Scheren wiederum lassen sich wiederum noch mehr Scheren …. und so weiter. Die Gedanken darüber führen wiederum zu weiter oben erwähntem Schwermut, sodass letztendlich doch der Zirkelschluss zwischen Schere und Schwere aufgezeigt ist.

 

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