Zitat des Abends

“Keiner tanzt in einem Raum mit Steinen” 

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Schlaf

Schlaf ist meines Erachtens einer der meist unterschätzten Zustände die es im Leben anzustreben gibt.

Während Leute die nach durchgesoffener Nacht inklusive eines saftigen Filmrisses zumindest von einigen Teilen der Bevölkerung (welche Altersgruppen, sozialen Schichten, eigene Zustände oder welches Geschlecht hier überproportional vertreten ist, soll nicht Teil dieser Ausführung sein), noch stille und zuweilen sogar lautstarke Bewunderung erhalten, erntet der Langschläfer nur ein müdes bis bemitleidenswertes Lächeln. (Das Ersterer in vielen Fällen auch Zweiteres zur Genüge getan hat um über ersteren Zustand überhaupt berichten zu können verschweigt dieser daher geflissentlich). Dabei ist der erste Zustand dem zweiten dahingehend ähnlich, dass viel über das Herbeiführen gesagt, über den eigentlichen Zustand in beiden Fällen aber hauptsächlich gemutmaßt werden kann. In beiden Fällen besteht außerdem die Belastung von Mitmenschen die die körperlichen Ausdrücke der Zustände in vielen Fällen ertragen, in einigen sich sogar aktiv dagegen zur Wehr setzen oder dem in dem jeweiligen Zustand Seihenden durch korrektive Maßnahmen als Teil der Gesellschaft erhalten (sowohl physisch, als auch sozial). Größte Unterschiede ergeben sich aus den Gemütslagen nach umfangreichem Genuss des jeweiligen Zustandes sowie der sich daraus ergebenen Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit.

Wie bewundert werden doch die Leute angeschaut die von sich behaupten sie bräuchten nur 4-5 Stunden Schlaf pro Tag, respektive Nacht (Ich empfinde die Addition der benötigten Schlafmenge für jeweils Tag und Nacht als angemessen). Ich bedauere diese Menschen hauptsächlich. Ihnen vergeht so viel dieser Zeit in denen der Kopf so wunderbare Sachen macht wie mich akzentfrei französisch Sprechen zu lassen (im wachen Zustand kann ich nur so viel wie die Refrains der wenigen gängigen französischen Poplieder mir vermittelt haben). Besonders gerne fliege ich auch in einer Art beschleunigtem Laufen durch die Landschaft, auch wenn selbst nach Jahren der Übung die Landung oft unsanft und dilettantisch wie die eines Albatrosses ist.

Unvergleichlich auch dieses Gefühl, wenn der Körper von der Kontrollierbarkeit des Wachzustands in die völlige Entspannung des Schlafes übergleitet und man in den Sekunden vor dem Einschlafen spürt wie man die Kontrolle über den eigenen Körper verliert. Leider wird dieser Zustand bei mir oft durch solch starkes Zucken eingeleitet, dass ich hiervon genauso wach werde als ob ein mittelschweres Erdbeben das Zimmer erschüttert. Dabei ist durch die bereits verloren gegangene Körperbeherrschung ein panisches aus-dem-Haus-rennen-und-ums-Leben-schreien nicht möglich, weshalb ich diese Möglichkeit auch meistens schnell verwerfe und bevor ich noch lange darüber nachdenken kann wie denn eine angemessene Reaktion aussehen könnte, schon eingeschlafen bin.

Nicht zu vergessen der schöne Moment des Aufwachens an freien Tagen in dem man realisiert, dass dies gar nicht notwendig ist und man sich noch mal umdreht und weiterschlummern kann. Außen vor lasse ich aufgrund des positiven Tenors dieser Ausführung den darauf folgenden Moment in dem man realisiert, dass die vor mehreren Minuten/Stunden getroffene Einschätzung der fehlenden Notwendigkeit nicht den von anderen Teilen der Gesellschaft bzw. des Kalenders entspricht. Auch hier ist wieder (wenn auch in deutlich negativerem Kontext) die verzögerte Abstimmung zwischen Körper und Geist zu erleben.

Um es mit Heidergger zu sagen „Die(se) Philosophie entspringt der faktischen Lebenserfahrung“, weshalb ich diese Ausführung schließen möchte um mich weiterhin umfangreich der praktischen Erforschung dieses unterschätzten Zustandes zu widmen und möglicherweise aus dessen Tiefen eines Tages sogar die vollständige französische Sprache mit in die Welt des außerhalb dieses erstrebenswerten Zustandes hinüberretten zu können. Möglicherweise unterstützt die Herbeiführung anderer, hier bereits erwähnter, Zustände die mit dem teilweisen bis umfänglichen Verlust der Muttersprache (und sonstiger erlernter Kommunikationsmöglichkeiten) einhergehen, sogar die Hinüberrettung des fremden Sprachgutes?! Na dann mal Prost und Gute Nacht

The English language, a schizophrenia symptom?

I don’t know why, but I think my brain is in some way parted. Well, not just like it is with everyones: Left and right hemisphere. But parted into languages. I just know two languages (the three Spanish words I remember from school don’t count as a third one and ordering a beer in Spanish I didn’t learn at school but from Asterix), and right now I’m glad about just the two. Because otherwise my brain would probably be parted into even smaller pieces and I don’t think this would be good for my mental health (It would be kind of what happend to Lord Voldemort in Harry Potter, parting his soul I presume). But I don’t think I am mentally healthy anyway, because of this brain separation.

And this separation seems to show on my character as well. I don’t pretend to be good at English (which you have probably already noticed), but I cannot help myself using it a lot.

My all day work and conversation I do in german. (Beside my weekly English meet up). So most of my time awake I just use german for any kind of communication.

But when it comes to me, I always ‘talk’ English. My dreams are English, I love reading English books and I cannot stand watching dubbed movies any more (at least when I have heard the actors speaking English before, which is the more the case the more movies I see in English). With American English it isn’t that bad because I don’t like the sound that much and that is quite good because otherwise I couldn’t watch german TV at all. So that’s the first time I am happy about having so many American series on TV and not British (But actually that is the only good thing about it).

I cannot really describe it, but speaking English or hearing people speaking English really makes me crazy. The only other think I know this feeling from is (no, not what you probably think) acting. And that is why I deduced that for me speaking in different languages is like playing different roles.

That is why I’m confused about it. Because I don’t actually play a role, but be myself. So why do I have the same feeling like when acting? Or do I actually play roles? Or is it just another me, which is born in the wrong county? Or is it schizophrenia?

Well, it could be: Cause even when I notice that I think in English, I cannot stop myself. I just talk to myself (in English of cause) about my thinking. Even now, while writing these words, I recognize, that every thought I have is in English. But when it comes to writing, it is fascinating how hard it is to get the right words. First I wanted to mark all the words I had to look up but then I realized that it would look horrible with a * on almost every second word.

And that is the real funny thing about my English tick. I don’t know so many words. So is my English speaking personality dumber than my german one? But actually I can think in English, but just cannot expess what I think. Just like a kid which doesn’t know all the words. Is it dumber than adults? Or does it think differently?

How do I think? And what do I think I am? Or we are? I’m confused, I mean….we are confused.