Wie verhalte ich mich richtig?

Diese Frage geht einem ja in vielen Situationen durch den Kopf. Oder auch die Frage warum verhält der oder die sich so komisch? Ja, meistens wundert man sich eher über das Verhalten anderer. Oder das andere Verhalten. Oder auch das Nichtverhalten. Oder das anhaltende Nichtverhalten. Oder das verhaltende Verhalten. Dabei spielt das eigene Verhalten dabei ja häufig eine Rolle und der Gegenüber verhält sich nur in Beziehung zu einem. Dabei ist das mit dem Verhalten an sich ja eine vertrackte Sache. Wie verhält man sich denn richtig? Was ist denn überhaupt Verhalten? Das Wort besteht ja schon aus zwei völlig unterschiedlichen Teilen. Zum einen das Halten: Halten an sich ist ein Zustand der Fixierung. Etwas hält oder findet Halt oder hält sich fest. Wir befinden uns also im Zustand der Ruhe. Ein Zustand der ja an sich sehr angenehm ist. Keine Bewegung, keine Veränderung keine Aufregung keine Unsicherheit. Und jetzt kommt das Hinterlistige am Verhalten. Es ist das Ver-.

In den sonst gebräuchlichen Kombinationen geht das ver- oft mit einer Entfernung oder Veränderung einher. Dort zeigt es sich sogar persönlich. Etwas verändert sich. Etwas verschwindet. Etwas wird veräußert oder verlassen. Etwas verwischt. Jemand verdummt. Etwas verbleicht. Jemand verstirbt. Oder auch jemand ist verunsichert.

Und jetzt soll man sich also richtig verhalten. Im Zustand der Ruhe eine Veränderung herbeiführen. Also sitzend tanzen. Oder stumm kichern. Oder sogar eine Entfernung? Vielleicht Haarentfernung?  Und das gegenüber einer anderen Person. Und die soll das dann auch noch richtig verstehen. Und nicht denken: warum verhält die sich so komisch? Denn ohne das richtige Verhalten kommt es zu keinem Verhältnis. Und das wird einem gegebenenfalls zu Verhängnis (wieder eine schwierige Sache und wieder eine Verbindung aus Ver- und einem Zustand der Fixierung, dem Hängen, Zufall?). Also besser nichts wie verschwinden. Oder macht uns das zu Verrätern? Verrätern am Verdruss? Oder gar am Verrat durch Versäumnis? Also doch besser verdächtig wirken und den Versuch wagen? Auch auf die Gefahr verletzt zu werden. Oder verarscht. Oder vergessen. Aber ist es nicht schlimmer es nicht versucht zu haben? Der Versuch als Verantwortung gegenüber der eigenen Vernunft.

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