Scherenschnitt

Vor den Feiertagen wird ja viel gebastelt und gewerkelt. Wer etwas Unterstützung braucht, für den habe ich hier einen Scherenschnitt vorbereitet. Einfach Farbe je nach Gemütslage aussuchen, ausschneiden und loslegen.

Scherenschnitt

Merkwürdigerweise, oder vielleicht unterbewusst auch durchaus nachvollziehbar, ist mir beim Schreiben des obigen Absatzes immer wieder der gleiche Fehler passiert. Jedes Mal, wenn ich das Wort “Schere” geschrieben habe, habe ich zunächst “Schwere” geschrieben. Liegt das jetzt daran, dass mir dieses Wort leichter von den Fingern geht, da ich in den von mir verfassten Texten sehr viel häufiger das Wort “Schwere” im Vergleich zu “Schere” verwende? Auch das könnte wieder verschiedene Ursachen haben. Zum einen beschäftige ich mich entweder sachlich mit Dingen wie der “Schwerkraft” oder “schwer löslichen Stoffen”, zum andern könnte es aber auch von Texten über meine emotionale Verfassung herrühren, die möglichweise unbemerkt von mir mit Formulierungen wie “es schwer haben”, “schweren Unglücken” oder allgemeinem, auch durchaus wetterinduziertem “Schwermut” gespickt sind.

Auf der anderen Seite kann mir auch schon beim Schreiben unterbewusst die Schwierigkeit bewusst geworden sein, dass, um meine Anleitung zur Ausschneidunterstützung von oben in Anspruch nehmen zu können, bereits die Möglichkeit des Ausschneidens generell bestehen muss. Hierin wiederum lassen sich auch Parallelen zu gesellschaftlichen Phänomenen ziehen, nach denen es vor allem denen vorbehalten ist eine zweite Schere zu ergattern die bereits eine erste Schere besitzen. Mit einer doppelten Anzahl an Scheren wiederum lassen sich wiederum noch mehr Scheren …. und so weiter. Die Gedanken darüber führen wiederum zu weiter oben erwähntem Schwermut, sodass letztendlich doch der Zirkelschluss zwischen Schere und Schwere aufgezeigt ist.

 

An apple a day keeps the doctor away

Why is it the apple that keeps the doctor away? Is there any scientific proof of that? How am I supposed to use the apple to keep the doctor away? (Not THE doctor of cause, who, yes WHO, wants to keep him away anyway???) And what about pears? Don’t they work (as well)? And how does it work anyway? Am I supposed to give him the apple to make him go away? Or should I throw it at him? Maybe the doctor comes round only once a week so I am supposed to spare an apple every day to bake apple pie with them on the seventh day? (But then someone said you should rest on the seventh day. I don’t know how to handle this and which one is more important. To rest or to keep the doctor away. I thought these two were connected the other way around.). Or would the pie make the doctor stay instead?

Maybe the doctor was terrified by the fairytale of Snow White and consequently stays away from apples wherever he can. If the doctor is very small, you can probably use the apple as a bowling ball and…

Because the simple solution of just eating it wouldn’t be wise at all. Doctors cannot be serious when they recommend eating apples because of their supposedly “healthy ingredients”. Most of the apples you can buy contain about as many healthy ingredients as chips do (except they’re not as salty and addictive) and you cannot combine them with tomato sauce that well. So, it should better be: …a pepper a day or …a lemon or best of all …a bunch of parsley a day…

My favourite idea is that you hide the apple somewhere (in the house) and then ask the doctor to go and look for it. If you choose a good hiding place, that task will keep him busy the whole day. And because doctors just have short-term memories, you can keep them busy every day with this little game.

Or does it refer to an apple instead of a PC? But since I am an iphone user, I cannot imagine that.

The second question is: Why should I try to keep the doctor away anyway?! Isn’t it good to have a doctor around, in case you need one? (For example when you get a cold)

Doctors are an occupational group about which is said that they have quite a lot of money and status. So why not just keep around some doctors to make them take you as their wife? If you managed that, you wouldn’t have to worry about money and you could keep yourself busy baking apple pies. And when you have grown tired of your husband just give him an apple, like the witch did in Snow White….

I’d like to thank my coauthor Annika for the great help with the difficulties of the English language. My old and rotten brain just doesn’t work how it should do. I think I should consult a doctor… but not an amateur😉

Privilegien meines Lebens

Sonntags morgens von seinem Gewissen besucht zu werden hat etwas unheimliches. Aber ich komme nicht umhin, angesichts dieses Anblicks

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Und während dieses Genusses

Sonntag morgen

festzustellen, dass, wer auch immer dafür verantwortlich zeichnet, es unendlich gut mit mir meint.
Ich habe zu dieser Situation nur geringfügigen Beitrag geleistet, der sich darauf beschränkt diese spezielle Stadt und dieses spezielle Café aufgesucht zu haben. Doch auch jede andere Konstellation wäre an diesem Morgen ähnlich perfekt gewesen. Den ursprünglichsten Einfluss haben dann wohl meine Eltern, denn ohne deren DNS-Vermischung wäre dieser Morgen ja für mich nicht erlebbar geworden. Ebenso wie natürlich mein ganzes restliches Leben. Ich hätte aber auch keinen anderen Eltern geboren werden können (das ich den meinen geboren bin grenzt ja schon nahezu an ein Wunder angesichts der abermillionen Kombinationsmöglichkeiten und potientieller Zeitpunkte). Und aussuchen konnten sie mich auch nicht. Da sie also auch, wenn doch auch nicht so überraschend, zu mir kamen, wie die Jungfrau zum Kinde, kann der Dank für meine Anwesenheit hier sich wohl nur auf das Verschaffen einer Chance zu Entstehung erstrecken (abgesehen von all den unzähligen Punkten die zu meiner Entwicklung und Persönlichkeitsbildung beigetragen haben und die, auch wenn es das Ergebnis nicht immer vermuten lässt, meiner oben geschilderten Situation in Schönheit und Perfektion in nichts nachstehen, aber das soll hier nicht weiter Thema sein sondern ggf in einem späteren Beitrag erläutert werden).
Meine Gedanken sind bereits so weit, um festzustellen, sowas kann man nicht verdienen. Keine meiner bisherige Lebenstaten erlaubt es mir meinen Platz hierdurch gerechtfertigt zu sehen. Verglichen mit denen anderer Menschen (insbesondere solcher in eben deutlich unterprivilegierteren Situationen), stände ich deutlich weiter unten in der, als Vegetarier sei mir diese Metapher gestattet, Nahrungskette der Menschheit (ob selbst oben abgebildete Nahrungsmittel in einem solchen Vergleich noch unter mir stehen würden, scheint fraglich, da sie ja immerhin einen definierten Zweck besitzen, den sie auch umfassend zu erfüllen wussten und mir in diesem bereits einiges voraus haben).

Es bleibt mir daher nur, da ein Verantwortlicher außer einem viel zitierten, aber doch nie in Erscheinung getretenen und damit sich ziemlich unglaubwürdig machenden (Vorgesetzte aller Welt nehmt euch ein Beispiel) Gottes, auszumachen ist, doch das, mindestens ebenso häufig herangezogene, aber durch, im Vergleich zu vorher genanntem, vornehme Zurückhaltung in Sachen guter Ratschläge und Vorschriften übt, Schicksal anzurufen und mich für mein eben selbiges zu bedanken.
Und diese Gedanken versuche ich auch dann noch aufrecht zu erhalten, wenn ich im überfüllten ICE ohne Klimaanlage auf dem Boden sitze. denn hallo, immerhin ist das Bord-Restaurant in Betrieb.

Merkwürdig

Die deutsche Sprache wartet mit den seltsamsten oder soll ich sagen merkwürdigsten Wortkonstruktionen auf. Nicht nur kann man im Deutschen so schöne Worte wie: “Trockensteigleitungseinspeisevorrichtung” kreieren (mein Studium lässt sich nicht verleugnen, aber das soll man ja auch nicht, schon wegen des Hahnenkrähens), es können durch die Kombiantion verschiedener Wörter auch ganz andere entstehen (auch wenn uns die englischsprachigen Länder mit Ihrem Autohaustier da in nichts nachstehen).

Meine liebstes dieser Konstrukte ist, wie oben schon geschrieben, das Wort merkwürdig. Und das nicht nur, weil ich eine nachträgliche positive Charakteristik einem mir durch Außenstehende so häufig (und nicht im nachfolgenden Sinne) zugeschriebenen Eigenschaftswort (auch Wie-Wort) unterjubeln will (das wäre ja auch eine lustige Dopplung: Einem Eigenschaftswort eine Eigenschaft zuzuordnen/Wie ist das Wie-Wort?), sondern weil es aus zwei Teilen besteht, die getrennt (aber dennoch gemeinsam) betrachtet, so umfänglich seelenschmeichlerisch sind, dass auch das Fehlen eines Leerzeichen (und einiger Buchstaben) die Wirkung nicht mildern können.

“Des Merkens würdig sein”. Wer möchte das nicht? Ist das nicht das schönste was passieren kann? Etwas oder jemand ist es wert, dass hierfür Platz in den ja meist chronisch überfüllten und mit allerlei unnützem Wissen (welches es ja sogar bereits in kompakt und leicht zu konsumierender Bücherform gibt um die vorhandenen Platzreserven vollends zuzustopfen) überfrachteten biochemischen Festplatten gemacht wird.

Es soll ja sogar Personen geben, die für merkwürdige Ereignisse/Personen den Aufbau des Sonnensystems aus ihrem Kopf verbannen, da die Relevanz des einen in etwa so überwiegt wie die Lieferung sachdienlicher Hinweise zur Verhinderung des Weltuntergangs zur Beobachtung eines tanzenden Teddybärs im Garten.

Spätestens wenn es soweit ist, kann man die Bezeichnung merkwürdig nicht mehr anders als als Kompliment auffassen, sich freuen wie ein Honigkuchenpferd und der Welt mit einem entrückten und etwas absonderlichen (über diese Wortkonstruktion lasse ich mich ein anderes Mal aus) Grinsen entgegengehen. Das Schöne an dieser Art der Zurschaustellung der eigenen Weltzufriedenheit ist das immer weiter fortsetzende „sich einnisten“ in andere Köpfe.

Schlaf

Schlaf ist meines Erachtens einer der meist unterschätzten Zustände die es im Leben anzustreben gibt.

Während Leute die nach durchgesoffener Nacht inklusive eines saftigen Filmrisses zumindest von einigen Teilen der Bevölkerung (welche Altersgruppen, sozialen Schichten, eigene Zustände oder welches Geschlecht hier überproportional vertreten ist, soll nicht Teil dieser Ausführung sein), noch stille und zuweilen sogar lautstarke Bewunderung erhalten, erntet der Langschläfer nur ein müdes bis bemitleidenswertes Lächeln. (Das Ersterer in vielen Fällen auch Zweiteres zur Genüge getan hat um über ersteren Zustand überhaupt berichten zu können verschweigt dieser daher geflissentlich). Dabei ist der erste Zustand dem zweiten dahingehend ähnlich, dass viel über das Herbeiführen gesagt, über den eigentlichen Zustand in beiden Fällen aber hauptsächlich gemutmaßt werden kann. In beiden Fällen besteht außerdem die Belastung von Mitmenschen die die körperlichen Ausdrücke der Zustände in vielen Fällen ertragen, in einigen sich sogar aktiv dagegen zur Wehr setzen oder dem in dem jeweiligen Zustand Seihenden durch korrektive Maßnahmen als Teil der Gesellschaft erhalten (sowohl physisch, als auch sozial). Größte Unterschiede ergeben sich aus den Gemütslagen nach umfangreichem Genuss des jeweiligen Zustandes sowie der sich daraus ergebenen Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit.

Wie bewundert werden doch die Leute angeschaut die von sich behaupten sie bräuchten nur 4-5 Stunden Schlaf pro Tag, respektive Nacht (Ich empfinde die Addition der benötigten Schlafmenge für jeweils Tag und Nacht als angemessen). Ich bedauere diese Menschen hauptsächlich. Ihnen vergeht so viel dieser Zeit in denen der Kopf so wunderbare Sachen macht wie mich akzentfrei französisch Sprechen zu lassen (im wachen Zustand kann ich nur so viel wie die Refrains der wenigen gängigen französischen Poplieder mir vermittelt haben). Besonders gerne fliege ich auch in einer Art beschleunigtem Laufen durch die Landschaft, auch wenn selbst nach Jahren der Übung die Landung oft unsanft und dilettantisch wie die eines Albatrosses ist.

Unvergleichlich auch dieses Gefühl, wenn der Körper von der Kontrollierbarkeit des Wachzustands in die völlige Entspannung des Schlafes übergleitet und man in den Sekunden vor dem Einschlafen spürt wie man die Kontrolle über den eigenen Körper verliert. Leider wird dieser Zustand bei mir oft durch solch starkes Zucken eingeleitet, dass ich hiervon genauso wach werde als ob ein mittelschweres Erdbeben das Zimmer erschüttert. Dabei ist durch die bereits verloren gegangene Körperbeherrschung ein panisches aus-dem-Haus-rennen-und-ums-Leben-schreien nicht möglich, weshalb ich diese Möglichkeit auch meistens schnell verwerfe und bevor ich noch lange darüber nachdenken kann wie denn eine angemessene Reaktion aussehen könnte, schon eingeschlafen bin.

Nicht zu vergessen der schöne Moment des Aufwachens an freien Tagen in dem man realisiert, dass dies gar nicht notwendig ist und man sich noch mal umdreht und weiterschlummern kann. Außen vor lasse ich aufgrund des positiven Tenors dieser Ausführung den darauf folgenden Moment in dem man realisiert, dass die vor mehreren Minuten/Stunden getroffene Einschätzung der fehlenden Notwendigkeit nicht den von anderen Teilen der Gesellschaft bzw. des Kalenders entspricht. Auch hier ist wieder (wenn auch in deutlich negativerem Kontext) die verzögerte Abstimmung zwischen Körper und Geist zu erleben.

Um es mit Heidergger zu sagen „Die(se) Philosophie entspringt der faktischen Lebenserfahrung“, weshalb ich diese Ausführung schließen möchte um mich weiterhin umfangreich der praktischen Erforschung dieses unterschätzten Zustandes zu widmen und möglicherweise aus dessen Tiefen eines Tages sogar die vollständige französische Sprache mit in die Welt des außerhalb dieses erstrebenswerten Zustandes hinüberretten zu können. Möglicherweise unterstützt die Herbeiführung anderer, hier bereits erwähnter, Zustände die mit dem teilweisen bis umfänglichen Verlust der Muttersprache (und sonstiger erlernter Kommunikationsmöglichkeiten) einhergehen, sogar die Hinüberrettung des fremden Sprachgutes?! Na dann mal Prost und Gute Nacht

The English language, a schizophrenia symptom?

I don’t know why, but I think my brain is in some way parted. Well, not just like it is with everyones: Left and right hemisphere. But parted into languages. I just know two languages (the three Spanish words I remember from school don’t count as a third one and ordering a beer in Spanish I didn’t learn at school but from Asterix), and right now I’m glad about just the two. Because otherwise my brain would probably be parted into even smaller pieces and I don’t think this would be good for my mental health (It would be kind of what happend to Lord Voldemort in Harry Potter, parting his soul I presume). But I don’t think I am mentally healthy anyway, because of this brain separation.

And this separation seems to show on my character as well. I don’t pretend to be good at English (which you have probably already noticed), but I cannot help myself using it a lot.

My all day work and conversation I do in german. (Beside my weekly English meet up). So most of my time awake I just use german for any kind of communication.

But when it comes to me, I always ‘talk’ English. My dreams are English, I love reading English books and I cannot stand watching dubbed movies any more (at least when I have heard the actors speaking English before, which is the more the case the more movies I see in English). With American English it isn’t that bad because I don’t like the sound that much and that is quite good because otherwise I couldn’t watch german TV at all. So that’s the first time I am happy about having so many American series on TV and not British (But actually that is the only good thing about it).

I cannot really describe it, but speaking English or hearing people speaking English really makes me crazy. The only other think I know this feeling from is (no, not what you probably think) acting. And that is why I deduced that for me speaking in different languages is like playing different roles.

That is why I’m confused about it. Because I don’t actually play a role, but be myself. So why do I have the same feeling like when acting? Or do I actually play roles? Or is it just another me, which is born in the wrong county? Or is it schizophrenia?

Well, it could be: Cause even when I notice that I think in English, I cannot stop myself. I just talk to myself (in English of cause) about my thinking. Even now, while writing these words, I recognize, that every thought I have is in English. But when it comes to writing, it is fascinating how hard it is to get the right words. First I wanted to mark all the words I had to look up but then I realized that it would look horrible with a * on almost every second word.

And that is the real funny thing about my English tick. I don’t know so many words. So is my English speaking personality dumber than my german one? But actually I can think in English, but just cannot expess what I think. Just like a kid which doesn’t know all the words. Is it dumber than adults? Or does it think differently?

How do I think? And what do I think I am? Or we are? I’m confused, I mean….we are confused.

The Girl Is Mime – Starring Martin Freeman on Vimeo

Video

The Girl Is Mime – Starring Martin Freeman from Tim Bunn on Vimeo.

The oficial webside you’ll find here.
What a lovely video. Thank you Tim Bunns for making it. And thank you Martin Freeman for beeing such an inspiring actor. Even though I love to hear you talk, it is fascinating to listen to your stories without words. It seems I’m becoming quite a ‘non-word’ movie fan (or at least almost non-word). Which is funny because of my fondness for speaking.